Dr. Alexander Pieper

Digital Innovation Manager | Strategy and Operations

Gemeinsam geben wir bei Bristol Myers Squibb unser Bestes, um das Leben von Patient:innen durch Forschung und Wissenschaft zu verbessern. Dafür leisten rund 1.200 Mitarbeitende in Deutschland in unterschiedlichsten Bereichen tagtäglich einen wichtigen Beitrag. An dieser Stelle stellen wir einige von ihnen vor und erfahren, was sie bei ihrer Arbeit antreibt.

„Als Neurobiologe fasziniert mich besonders die Künstliche Intelligenz, die versucht, die kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns zu simulieren und sogar zu verbessern.“

„Digital Innovation Manager“ — so lautet seit Kurzem der Titel von Dr. Alexander Pieper bei Bristol Myers Squibb. Der promovierte Biologe, der zudem auch einen Abschluss in Unternehmensführung und Innovationsmanagement hat, bekleidet damit eine Stelle, die es so in der deutschen Organisation des Unternehmens bisher noch nicht gab, und die nun neu im Strategy and Operations Team geschaffen wurde.

„Es geht darum, das Innovationsmanagement in der deutschen Organisation stärker zu systematisieren“, sagt Alexander Pieper. Und das bedeutet für ihn vor allem Austausch - beispielsweise mit den Mitarbeitenden in den vier Schwerpunktbereichen von Bristol Myers Squibb: Der Onkologie, Hämatologie, Kardiologie sowie Immunology & Fibrosis. Er möchte von den Kolleg:innen erfahren, welche Fragestellungen und Herausforderungen vorhanden sind. Hinzu kommt der Austausch mit Patient:innen und Ärzt:innen, um herauszufinden, in welchen Bereichen sie Möglichkeiten sehen, die Versorgung zu verbessern.

„Zudem sind wir kontinuierlich im Austausch mit dem externen Innovationsökosystem, sprich: Innovations-Clustern, Start-Ups, Accelleratoren, Universitäten, Innovationsausschüsse und viele mehr“, sagt Alexander Pieper. „Im Zentrum steht immer die Frage, ob sich eine Problemstellung mit einer innovativen Lösung adressieren lässt, ob dies im Rahmen unserer Strategie liegt und ob die Lösung erwünscht und machbar ist.“

Um dieser Frage systematisch auf den Grund zu gehen und das Innovationsgeschehen bei Bristol Myers Squibb in Deutschland zu bündeln, sind viele verschiedene Funktionen, Perspektiven und Expertisen nötig. Entsprechend wurde ein interdisziplinäres Gremium gegründet, in dem verschiedene Funktionen eng zusammenarbeiten. „In enger Absprache mit dem Management werden Problemstellungen priorisiert und geschärft, um daraus Innovationsprojekte abzuleiten und zu monitorieren“, sagt Alexander Pieper.


Im Mittelpunkt steht dabei immer öfter auch die Künstliche Intelligenz (KI), die nach Einschätzung von Alexander Pieper ein wesentlicher Trend und eines der einflussreichsten, transformativen Elemente im strategischen Innovationsmanagement ist. „In meiner Position sehe ich mich zusammen mit dem Team als informierten Navigator: Ich möchte die wesentlichen technologischen Trends, wie die KI, im Blick behalten und sie bei Bristol Myers Squibb in einer vernünftigen, verantwortungsvollen Richtung positionieren, so dass am Ende alle – und insbesondere unsere Patient:innen - einen Nutzen davon haben.“

Ich bin in der glücklichen Lage, mich beruflich mit dem zu beschäftigen, was mich sowieso fasziniert.“

Die Faszination für die KI liegt bei Pieper in der Begeisterung für die Neurobiologie und hier speziell des Gehirns begründet, die ihre Ursprünge schon in der frühesten Jugend hat. Vom Elternhaus angelegt? „Nein, ich stamme aus einer Juristen-Familie: Vater, Mutter, Tanten, Onkel — alles Juristinnen und Juristen.“ Es war vielmehr der Nachbar seiner Großeltern, ein erfahrener Geologe, der Alexander Pieper schon früh auf lange Wanderungen mitnahm und ihm dabei Gesteinsschichten, Vogel- und Pflanzenarten - kurz die Natur - erklärte. Das habe ihn zutiefst beeindruckt und die Faszination für die komplexen Vorgänge und Zusammenhänge in der Natur geweckt: „Insbesondere das Gehirn als komplexeste Struktur im Universum, die noch immer großteils unverstanden ist.“

So war das Studium der Biologie und die Promotion im Bereich Neurogenetik am Max Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen für ihn die logische Konsequenz. Nach der Ausgründung eines akademischen Start-Ups im Bereich psychiatrischer Erkrankungen, das er noch heute berät, orientierte sich Alexander Pieper dann in Richtung der forschenden Pharmaindustrie und startete 2012 seine Laufbahn bei Bristol Myers Squibb.

Als Medical Science Manager in der Immunonkologie war er ein wichtiger Ansprechpartner für Ärzt:innen und Kliniken. „Die Aufbruchsstimmung, die diese damals neue Behandlungsoption mit sich brachte, war sehr prägend für mich und inspiriert mich noch heute auf der Suche nach neuen Lösungen für Patientinnen und Patienten.“ Vor fünf Jahren folgte dann der Wechsel in den Innendienst: Als Medical Advisor war Alexander Pieper Experte für medizinisch-wissenschaftliche Belange im Bereich Immunonkologie mit starkem Fokus auf die sogenannte Precision Medicine und Biomarker verantwortlich. Seitdem pendelt er zwischen München und seinem Heimatort, „einem entschleunigten Dörfchen in der Nähe von Magdeburg“, um die Wochenenden dort oder auf seinem Motorboot in der Nähe zu verbringen. „Denn Wasser ist meine große Leidenschaft. Ich angle, seit ich drei Jahre alt bin, und wenn ich mit meinem Boot durch die Natur fahre, erdet mich das. Ich muss in meiner Funktion als Innovationsmanager zum einen viel Strukturierungsarbeit leisten, dabei aber auch motivieren, im besten Falle mitreißen und kreativ und gestalterisch sein. Kreativität kann man wiederum weder anordnen noch sich abverlangen, sie höchstens fördern, bis sie passiert - bei mir findet das sehr oft auf dem Wasser statt.“

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