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Pressemitteilung

Welt-Schlaganfall-Tag 2014: 
Schlaganfall verhindern, Risikofaktor Vorhofflimmern in den Griff bekommen – neue Webseite klärt auf

28/10/14


Alle zehn Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall aufgrund von Vorhofflimmern.1 Doch obwohl die Herzrhythmusstörung ein Hauptrisikofaktor für Schlaganfälle ist, kennen zu wenige Menschen diesen Zusammenhang.2 Mit einer neuen Webseite der Initiative Schlaganfallvorsorge und einem interaktiven Fragebogen zur Vorbereitung auf das Arztgespräch können sich Menschen mit Vorhofflimmern über ihr mögliches Schlaganfallrisiko informieren und praktische Hilfestellungen zum Leben mit ihrer Erkrankung bekommen.

Berlin/München/Bonn, 28.10.2014. Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall, die Mehrzahl der meist älteren Betroffenen ist danach dauerhaft behindert.2 Dabei wären zwei Drittel der Schlaganfälle vermeidbar,3 wenn die auslösenden Risikofaktoren rechtzeitig erkannt und stärker eingedämmt würden. Zentrale Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Rauchen sind bekannt und können durch Medikamente sowie Verhaltensänderungen beeinflusst werden. Weniger bekannt ist, dass jeder fünfte Schlaganfall auf Vorhofflimmern zurückgeht.1 Bei rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland tritt diese Herzrhythmusstörung auf, bei der das Blut im Herz nicht mehr vollständig von den Herzvorhöfen in die Herzkammern gepumpt wird. Doch bei vielen Menschen bleibt Vorhofflimmern unentdeckt: sie spüren bestimmte Symptome wie Herzrasen oder Schwindel nicht oder die typischen Symptome treten gar nicht auf.4

Die von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) sowie den forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer gegründete Initiative Schlaganfallvorsorge bietet mit der neuen Webseite www.schlaganfall-verhindern.de eine Anlaufstelle für Menschen, die sich über Vorhofflimmern und Schlaganfallvorsorge informieren wollen.

Wie kann man Vorhofflimmern frühzeitig erkennen? Wie entsteht ein Schlaganfall? Welche Vorsorgemaßnahmen kann ich treffen? Ein interaktiver Fragebogen unterstützt Patienten in Zusammenarbeit mit ihrem Arzt dabei, das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern einzuschätzen. Die Fragen sind online einfach und ohne Vorkenntnisse zu beantworten. Die ausgedruckten Ergebnisse können als Orientierung für das Gespräch mit dem behandelnden Arzt dienen.

Alle Inhalte sowie Materialien wurden in Zusammenarbeit mit Experten auf den Gebieten der Kardiologie und der Neurologie erstellt und von der BAGSO auf Verständlichkeit und Barrierefreiheit für ältere Menschen geprüft. Eine umfassende Patientenbroschüre sowie der Fragebogen stehen auch zum Download bereit.

Über die Partner der Initiative

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Seit ihrer Gründung durch Liz Mohn 1993 verfolgt die Stiftung das Ziel, möglichst viele Schlaganfälle zu verhindern und den Folgen dieser Erkrankung entgegenzutreten. In unterschiedlichen Projekten kümmert sie sich erfolgreich um eine Verbesserung der Prävention, der Therapie, der Rehabilitation und der Nachsorge des Schlaganfalls. Unterstützt wird die Aufklärungs- und Informationsarbeit der Stiftung von rund 200 sogenannten Regionalbeauftragten, die meist Ärzte aus Kliniken und Rehabilitations-Einrichtungen sind. Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind inzwischen über 470 Schlaganfall-Selbsthilfegruppen entstanden. Auch in der Akuttherapie hat die bundesweite Stiftung Zeichen gesetzt: Heute gibt es deutschlandweit mehr als 250 Schlaganfall-Spezialstationen, so genannte Stroke Units, die unter der Schirmherrschaft der Stiftung und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert werden, um ihre Qualität zu gewährleisten.

Die BAGSO – Aktiv für die Älteren

Die BAGSO ist die Lobby der älteren Menschen in Deutschland. Unter ihrem Dach haben sich rund 110 Verbände mit etwa 13 Millionen älteren Menschen zusammengeschlossen. Die BAGSO vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wobei sie die nachfolgenden Generationen immer mit im Blick hat. Sie setzt sich unter anderem ein für:

  • ein selbstbestimmtes Leben im Alter
  • ein gesundes, aktives Altern
  • eine aktive gesellschaftliche Teilhabe
  • eine hochwertige gesundheitliche und pflegerische Versorgung.

Durch ihre Publikationen und Veranstaltungen zeigt die BAGSO Wege für ein möglichst gesundes und kompetentes Altern auf. Aus diesem Grund ist sie der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ beigetreten und informiert sowohl ältere Menschen als auch Seniorenorganisationen über die verschiedenen Risikofaktoren und auch über den Risikofaktor „Vorhofflimmern“.

Über die Allianz von Bristol-Myers Squibb und Pfizer

Im Jahr 2007 schlossen die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer eine internationale Allianz, um die langjährige Erfahrung und Kompetenz beider Unternehmen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bündeln. Neben der Erforschung und Entwicklung von modernen Medikamenten gehört es zum Selbstverständnis beider Unternehmen, sich als verantwortungsvoller Partner im Gesundheitswesen auch für eine optimale Versorgung der Patienten zu engagieren. Gemeinsam setzen die Unternehmen ihre Kompetenz und Kraft in der „Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln“ für eine verbesserte Schlaganfallprävention ein – mit dem Ziel, die Zahl der Schlaganfälle in Deutschland bis 2024 deutlich zu verringern.

Kontakt und weitere Informationen:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Mario Leisle
Pressestelle
Carl-Miele-Straße 210
33311 Gütersloh
Tel: 0 52 41/97 70-12
Fax: 0 52 41/97 70-712
Mail: presse@schlaganfall-hilfe.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO)
Ursula Lenz, Pressereferat
Bonngasse 10
53111 Bonn
Tel: 0228/24 99 93-18
Fax: 0228/24 99 93-20
Mail: lenz@bagso.de

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Eszter Viragh,
Public Affairs
Arnulfstraße 29
80636 München
Tel: 089/121 42-70 36
Fax: 089/121 42-262
Mail: eszter.viragh@bms.com

Pfizer Deutschland GmbH
Dr. Henry Werner
Unternehmenskommunikation
Linkstraße 10
10785 Berlin
Tel: 030/55 00 55-510 88
Mail: presse@pfizer.com

Quellen:

  1. Camm AJ et al. 2012 focused update of the ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation: An update of the 2010 ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation. Europace 2012; 14:1385-1413.
  2. Heuschmann PU et al. Schlaganfallhäufigkeit und Versorgung von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Frequency and care of stroke in Germany. Akt Neurol 2010; 37: 333-340.
  3. Willett WC. Balancing life-style and genomics research for disease prevention. Science 2002; 296:695-698.
  4. Patienteninformation „Herz aus dem Takt: Vorhofflimmern“. Herausgeber Kompetenznetz Vorhofflimmern. Aktualisierte Neuauflage, Stand Februar 2013.