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Pressemitteilung

Bristol-Myers Squibb erhält zwei positive Empfehlungen des CHMP für Opdivo® (Nivolumab): Für vorbehandelte Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit nicht-plattenepithelialer Histologie sowie für vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

26/02/16


  • Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) empfiehlt für vorbehandelte Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten NSCLC die Erweiterung der bestehenden Indikation von Nivolumab bei Patienten mit plattenepithelialer nun um Patienten mit nicht-plattenepithelialer Histologie (non-squamous NSCLC) weiterhin unabhängig von der PD-L1-Expression1
  • Der CHMP empfiehlt Nivolumab als Monotherapie für die Behandlung von vorbehandelten erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom auf Basis der Phase-III-Studie CheckMate -025, die für Nivolumab einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil im Vergleich zu Everolimus zeigte2

München, 26. Februar 2016 – Bristol-Myers Squibb gab heute bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) die Zulassung von Opdivo® (Nivolumab) für zwei weitere Indikationen empfohlen hat: für Erwachsene mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit nicht-plattenepithelialer Histologie nach vorheriger Chemotherapie und als Monotherapie für Erwachsene mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) nach Vortherapie. Beide Empfehlungen stützen sich auf Phase-III-Studien, in denen Nivolumab einen Überlebensvorteil im Vergleich zur Standardtherapie zeigte. Die Empfehlungen des CHMP werden jetzt von der Europäischen Kommission (EC) geprüft, die über die Zulassung von Arzneimitteln in der Europäischen Union (EU) entscheidet. Nivolumab ist in der EU bereits für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorbehandelte Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit plattenepithelialer Histologie zugelassen. Michael Giordano, Senior Vice President und Head of Development, Oncology, Bristol-MyersSquibb, erklärte: „Wir folgen unserer Mission, Opdivo® zukünftig mehr Patienten mit schweren Krebserkrankungen, die dringend neue Therapieoptionen benötigen, zur Verfügung stellen zu können. Die heutigen CHMP-Empfehlungen sind wichtige Hinweise darauf, dass wir diesem Ziel für Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom mit nicht-plattenepithelialer Histologie und für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom nähergekommen sind. Wir blicken daher zuversichtlich auf die Entscheidung der Europäischen Kommission.“

Die Empfehlung des CHMP für das Lungenkarzinom basiert auf der Begutachtung der Phase-III-Studie CheckMate -057, die das Gesamtüberleben von Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit nicht-plattenepithelialer Histologie untersucht hat.1 Nivolumab zeigte im Rahmen dieser Studie einen Vorteil im Gesamtüberleben (overall survival, OS) und eine Verringerung des Sterberisikos um 27 % (HR: 0,73; 96 %-KI: 0,59–0,89; p=0,0015), basierend auf einer vorspezifizierten Interimsanalyse.1,3 Das mediane Gesamtüberleben betrug im Nivolumab-Arm 12,2 Monate (95 %-KI: 9,7–15,0) und im Docetaxel-Arm 9,4 Monate (95 %-KI: 8,0–10,7).1 51 % der Patienten überlebten ein Jahr im Nivolumab-Arm (95 %-KI: 45–56) im Vergleich zu 39 % im Docetaxel-Arm (95 %-KI: 33–45). Das Verträglichkeitsprofil von Nivolumab in der CheckMate -057-Studie entsprach dem in vorherigen Studien.1 In der Gesamtpopulation, die sowohl Patienten umfasste, die PD-L1 exprimierten, als auch Patienten, bei denen eine PD-L1-Expression nicht nachweisbar war, waren die häufigsten bei mindestens 2 % der mit Nivolumab behandelten Patienten aufgetretenen schweren unerwünschten Nebenwirkungen Lungenentzündung, Lungenembolie, Dyspnoe, Pleuraerguss und Atemversagen.3 Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen bei mit Nivolumab behandelten Patienten (berichtet bei mehr als 20 % der Patienten) waren Müdigkeit (49 %), Schmerzen des Muskel-Skelett-Apparats (36 %), Husten (30 %), Appetitlosigkeit (29 %) und Obstipation (23 %).3

Die Empfehlung des CHMP für das Nierenzellkarzinom basiert auf einer Begutachtung der Phase-III-Studie CheckMate -025, die Nivolumab im Vergleich zu Everolimus bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenzellkarzinom nach vorheriger Therapie mit einem Angiogeneseinhibitor untersuchte. Primärer Endpunkt der CheckMate -025 war das Gesamtüberleben (OS).2 Mit Nivolumab behandelte Patienten erzielten in dieser Studie eine Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit von mehr als fünf Monaten bei einer medianen Gesamtüberlebenszeit von 25,0 Monaten mit Nivolumab im Vergleich zu 19,6 Monaten bei Everolimus (Hazard Ratio: 0,73; 98,5 %-KI: 0,57–0,93; p=0,0018-KI: 0,57–0,93; p=0,0018).2 Der Gesamtüberlebensvorteil wurde unabhängig von der PD-L1-Expression beobachtet. Nivolumab ist die erste und einzige Anti-PD-1-Therapie, die einen signifikanten Überlebensvorteil in dieser Population im Rahmen einer randomisierten Phase-III-Studie erzielte. Darüber hinaus verzeichneten die mit Nivolumab behandelten Patienten eine signifikante Verbesserung ihrer gesundheitsbezogenen Lebensqualität sowie eine wesentlich geringere Symptombelastung im Vergleich zu Patienten, die mit Everolimus behandelt wurden.2 Das Sicherheitsprofil von Nivolumab im Rahmen der CheckMate -025-Studie war mit vorherigen Studien vergleichbar.2 Schwere unerwünschte Nebenwirkungen traten bei 47 % der mit Nivolumab behandelten Patienten auf. Die bei mindestens 2 % der mit Nivolumab behandelten Patienten aufgetretenen häufigsten schweren unerwünschten Nebenwirkungen waren akute Nierenschäden, Pleuraerguss, Lungenentzündung, Diarrhö und Hyperkalzämie.3 Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen bei mit Nivolumab behandelten Patienten im Vergleich zu Everolimus (gemeldet von > 20 % der Patienten) im Rahmen der Studie waren Asthenie (56 % im Vergleich zu 57 %), Husten (34 % im Vergleich zu 38 %), Übelkeit (28 % im Vergleich zu 29 %), Hautausschlag (28 % im Vergleich zu 36 %), Dyspnoe (27 % im Vergleich zu 31 %), Diarrhö (25 % im Vergleich zu 32 %), Obstipation (23 % im Vergleich zu 18 %), Appetitlosigkeit (23 % im Vergleich zu 30 %), Rückenschmerzen (21 % im Vergleich zu 16 %) und Gelenkschmerzen (20 % im Vergleich zu 14 %).3

Die klinischen Ergebnisse der CheckMate -057- und CheckMate -025-Studien wurden im Rahmen des Europäischen Krebskongresses (ECC, 25.–29.09.2015, Wien) präsentiert und im The New England Journal of Medicine veröffentlicht.1,2

Über Lungenkrebs

Lungenkrebs ist weltweit die häufigste krebsbedingte Todesursache. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich mehr als 1,5 Millionen Menschen an Lungenkrebs und damit weltweit mehr Menschen als an Darm-, Brust- und Prostatakrebs zusammen.4,5 Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) ist eine der häufigsten Formen dieser Erkrankung, auf die rund 85 % der Lungenkrebsfälle entfallen.6
Etwa 25 bis 30 % aller Lungenkarzinome haben eine plattenepitheliale Histologie.6 Auf das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom mit nicht-plattenepithelialer Histologie entfallen 50 bis 65 % der Fälle.6 Die Überlebensrate hängt von dem Stadium und der Art des Karzinoms zum Zeitpunkt der Diagnose ab. Die 5-Jahres-Überlebensrate für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom im ersten Stadium beträgt 47 bis 50 %.6 Bei nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen im vierten Stadium sinkt die 5-Jahres-Überlebensrate auf 2 %.6

Über das Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma, RCC) ist die häufigste Form von Nierenkrebs und jährlich für mehr als 100.000 Todesfälle weltweit verantwortlich.7,8 Ungefähr 80 bis 90 % der Nierenzellkarzinome sind klarzellige RCCs, die somit die größte Prävalenz aufweisen.8 Männer erkranken ungefähr doppelt so häufig an einem RCC wie Frauen, mit den höchsten Erkrankungsraten in Nordamerika und Europa.5 Die 5-Jahres-Überlebensrate beträgt weltweit bei Diagnose im fortgeschrittenen Stadium 12,1 %.9

Über Nivolumab (Opdivo®)

Tumorzellen können durch verschiedene Escape-Mechanismen, wie die Unterdrückung der Immunantwort über Checkpoint-Signalwege, der körpereigenen Immunabwehr entkommen.10 Nivolumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der spezifisch an den Programmed-Death-1 (PD-1)-Rezeptor auf aktivierten T-Zellen bindet. Dadurch kann Nivolumab die Interaktion der Liganden PD-L1 und PD-L2 auf der Oberfläche der Tumorzellen mit dem PD-1-Rezeptor hemmen. Die Blockade des PD-1-Rezeptors durch Nivolumab kann so eine Unterdrückung der Immunabwehr verhindern und die antitumorale Immunantwort reaktivieren.10,11 Um Nivolumab bei unterschiedlichen Tumorarten als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Behandlungen zu untersuchen, hat Bristol-Myers Squibb ein umfangreiches, globales Entwicklungs-programm mit mehr als 50 Studien aufgesetzt, in die weltweit über 18.000 Patienten eingeschlossen wurden. Nivolumab wurde 2014 als erster PD-1-Inhibitor weltweit zugelassen und hat die Marktzulassung derzeit in 46 Ländern, darunter Europa, die Vereinigten Staaten und Japan. In Europa erteilte die Europäische Kommission am 19. Juni 2015 die erste Zulassung für Nivolumab zur Monotherapie von erwachsenen Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom. Am 20. Juli folgte die zweite Marktzulassung für Nivolumab durch die Europäische Kommission unter dem Handelsnamen Nivolumab BMS® zur Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom mit plattenepithelialer Histologie (SQ-NSCLC) nach vorangegangener Chemotherapie. Seit dem 28.10.2015 ist Nivolumab unter dem einheitlichen Handelsnamen Opdivo® verfügbar.

Über die Immunonkologie bei Bristol-Myers Squibb

Chirurgie, Strahlentherapie, zytotoxische oder zielgerichtete Therapien bildeten in den letzten Jahrzehnten die Säulen der Krebsbehandlung. Dennoch blieb ein längeres Überleben bei guter Lebensqualität für viele Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen nur schwer erreichbar. Um den Bedarf an neuen, wirkungsvollen Therapien zu decken, fokussiert Bristol-Myers Squibb in seinen Forschungsaktivitäten auf den innovativen Bereich der Immunonkologie. Der primäre Wirkmechanismus immunonkologischer Substanzen besteht darin, im Kampf gegen Krebs das körpereigene Immunsystem zu aktivieren. Das Unternehmen evaluiert derzeit verschiedene immuntherapeutische Substanzen für Patienten mit unterschiedlichen Krebsarten. Dabei wird auch das Potenzial von Kombinationen immunonkologischer Wirkstoffe, die auf verschiedene und möglicherweise synergistische Signalwege bei der Krebsbehandlung abzielen, geprüft. Bristol-Myers Squibb hat sich verpflichtet, die Forschung in der Immunonkologie voranzutreiben mit dem Ziel, Therapien zu entwickeln, die die Lebenserwartung und die Lebensqualität von Krebspatienten verbessern.

Über Bristol-Myers Squibb

Bristol-Myers Squibb ist ein weltweit tätiges BioPharma-Unternehmen, das sich die Erforschung, Entwicklung und den Einsatz innovativer Medikamente zur Aufgabe gemacht hat, die Patienten im Kampf gegen schwere Erkrankungen helfen. Weiterführende Informationen unter www.b-ms.de und www.bms-onkologie.de.

Zukunftsgerichtete Aussagen von Bristol-Myers Squibb

Diese Pressemitteilung enthält hinsichtlich der Forschung, Entwicklung und Vermarktung von pharmazeutischen Produkten sogenannte „zukunftsgerichtete Aussagen“ im Sinne des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Solche zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen und unterliegen entsprechenden Risiken und Unsicherheiten, darunter Faktoren, die zum Beispiel eine Verzögerung oder Veränderung dieser Aussagen zur Folge haben und dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse erheblich von den gegenwärtigen Erwartungen abweichen. Es kann keine Garantie für zukunftsgerichtete Aussagen übernommen werden. Neben weiteren Unsicherheiten kann nicht garantiert werden, dass Nivolumab in der Europäischen Union weitere Zulassungen erhalten oder im Falle einer Zulassung ein wirtschaftlich erfolgreiches Produkt wird. Zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Pressemitteilung sollten zusammen mit den vielen Unsicherheiten bewertet werden, die sich auf das Handeln von Bristol-Myers Squibb auswirken. Hierzu gehören insbesondere die Unsicherheiten, die in der Erörterung der Risikofaktoren im Jahresbericht von Bristol-Myers Squibb auf Formblatt 10-K für das am 31. Dezember 2015 beendete Geschäftsjahr, in unseren Quartalsberichten auf Formblatt 10-Q und in aktuellen Berichten auf Formblatt 8-K benannt wurden. Bristol-Myers Squibb sieht sich nicht verpflichtet, seine zukunftsgerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder sonstiger Faktoren öffentlich zu aktualisieren.

Kontakt

Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Ina Fürholzer
Arnulfstraße 29
80636 München
Tel.: 089 / 12 142 – 304
Mail: ina.fuerholzer@bms.com

Referenzen:

  1. Borghaei H, Paz-Ares L, Horn L, et al. Nivolumab versus Docetaxel in Advanced Nonsquamous Non-Small-Cell Lung Cancer. N Engl J Med 2015;373(17):1627–39.
  2. Motzer RJ, Escudier B, McDermott DF, et al. Nivolumab versus Everolimus in Advanced Renal-Cell Carcinoma. N Engl J Med 2015;373(19):1803–13.
  3. Bristol-Myers Squibb. Opdivo® Fachinformation. Stand Dezember 2015.
  4. Globocan 2012. Estimated Cancer Incidence, Mortality and Prevalence Worldwide in 2012 - World Population Fact Sheet. Verfügbar unter: http://globocan.iarc.fr/Pages/fact_sheets_population.aspx?country=900. Abgerufen am 23.02.2016.
  5. Globocan 2012. Estimated Cancer Incidence, Mortality and Prevalende Worldwide in 2012 - Simple Maps. Verfügbar unter: http://globocan.iarc.fr/Pages/Map.aspx. Abgerufen am 23.02.2016.
  6. American Cancer Society. Lung Cancer (Non-Small Cell). Verfügbar unter: http://www.cancer.org/acs/groups/cid/documents/webcontent/003115-pdf.pdf. Abgerufen am 25.02.2016.
  7. American Cancer Society. Kidney Cancer (Adult) - Renal Cell Carcinoma. Verfügbar unter: http://www.cancer.org/acs/groups/cid/documents/webcontent/003107-pdf.pdf. Abgerufen am 23.02.2016.
  8. Ljundberg B et al. Systematic Review Methodology for the European Association of Urology. Guidelines on Renal Cell Carcinoma. 2015. Verfügbar unter: http://uroweb.org/wp-content/uploads/EAU-Guidelines-Renal-Cell-Cancer-2015-v2.pdf. Abgerufen am 23.02.2016.
  9. SEER Stat Fact Sheets: Kidney and Renal Pelvis Cancer. National Cancer Institute. Verfügbar unter: http://seer.cancer.gov/statfacts/html/kidrp.html#survival. Abgerufen am 23.02.2016.
  10. American Cancer Society. Cancer Immunotherapy. Verfügbar unter: http://www.cancer.org/acs/groups/cid/documents/webcontent/003013-pdf.pdf. Abgerufen am 25.02.2016.
  11. McDermott DF, Atkins MB. PD-1 as a potential target in cancer therapy. Cancer Med 2013;2(5):662–73.