Wo Zahlen und Zweck aufeinandertreffen: Die Koordination von Abläufen, die Medikamente zu Patienten bringen
Was andere vielleicht nicht mögen, gefällt Fabienne Schlup: Zahlen, Berichte und komplexe Systeme. Fasziniert davon, wie Unternehmen Risiken managen und Strategien in die Tat umsetzen, wollte sie diese analytische Begabung für einen größeren Zweck einsetzen, und zwar für etwas, das einen konkreten Einfluss auf das Leben von Menschen hat. Dieser Weg führte sie zu BMS, wo ihr strategisches Denken dazu beiträgt, Patienten weltweit mit Medikamenten zu versorgen.
Fabienne begann ihre Karriere in einem ganz anderen Bereich. Als ausgebildete Physikerin arbeitete sie zunächst im Private Banking und nahm Unternehmen aus einer strategisch erweiterten Sicht unter die Lupe. Ihre Leidenschaft für Schmuck führte sie dann für mehrere Jahre in die Welt der Schmuckherstellung, wo Handwerkskunst, Präzision und Geschäftssinn Hand in Hand gingen. In diesen unterschiedlichen Branchen blieb eine Lektion immer gleich: die Liebe zum Detail und kompromisslose Qualität.
Einen Referenzstandort für pharmazeutische Lieferketten‑Resilienz und zukünftige Therapien schaffen.
Heute prägt genau diese Denkweise ihre Rolle als Senior Director und Process Unit Head Commercial Operations in Boudry, wo sie die verlässliche Produktion oraler Medikamente für Patientinnen und Patienten weltweit sicherstellt. Ihre Aufgabe liegt an der Schnittstelle zwischen täglicher operativer Umsetzung und der langfristigen Weiterentwicklung des Standorts. Dabei navigiert sie durch ein hohes Maß an Komplexität: Sie koordiniert zahlreiche unterstützende Funktionen und trägt dazu bei, die Zukunft des Standorts durch Systemaktualisierungen und die Einführung neuer Produkte aktiv mitzugestalten. «Jeder Tag bietet neue Möglichkeiten zu lernen und zu wachsen», sagt sie. «Und obwohl die Umsetzung eines Produktionsplans selten geradlinig ist, sind es der Weg dorthin und die Zusammenarbeit, die die Arbeit so erfüllend machen.»
Ein Teil dieses Weges besteht darin, den Standort auf die nächste Generation fester Arzneiformen vorzubereiten – Therapien, die modernste Wissenschaft mit vertrauten Darreichungsformen verbinden. Diese Therapien erfordern neue Herstellungsverfahren, höhere Präzision und intelligentere Systeme. Fabiennes Ziel ist es, Boudry zu einem Referenzstandort für zukünftige Therapien zu machen, an dem operative Exzellenz und Innovation Hand in Hand gehen. «Jede System- oder Produkteinführung ist eine Gelegenheit, unsere Arbeitsweise neu zu denken und zu verbessern», betont sie.
Mehr als nur die Produktionslinie
Zu ihren Aufgaben gehört auch die Mitwirkung an wichtigen Standortentwicklungen – wie der Eröffnung der neuen Launch Facility. Zwar liegt ihr Hauptfokus in einem anderen Produktionsbereich, doch die enge standortweite Zusammenarbeit sorgt dafür, dass sich strategische Initiativen oft überschneiden. Für Fabienne ist diese Vernetzung eine Stärke – keine Hürde. «Zu sehen, wie sich ein Standort von einer Idee zu einem funktionierenden Betrieb entwickelt und schliesslich Medikamente zu den Patientinnen und Patienten gelangen, ist unglaublich erfüllend», sagt sie. Für sie gelingt pharmazeutische Produktion nur, wenn alle Teams an einem Strang ziehen.
Ihre Arbeit wirkt weit über Produktionslinien und Systeme hinaus. Ein besonderer Moment ist ihr bis heute präsent: «Ich begegnete einmal einem engen Angehörigen eines Patienten, der sich bei uns für unser Engagement bedankte – nachdem sein Familienmitglied eine hier hergestellte Behandlung erhalten hatte», sagt sie. «Solche Begegnungen erinnern mich daran, warum unsere Arbeit zählt.»
Auf Zusammenarbeit bauen
Im Kern ihres Führungsstils steht Fabiennes tief verankertes Vertrauen in Teamarbeit. Für sie lebt pharmazeutische Produktion von einer Vielzahl an Expertisen – und davon, diese miteinander zu verbinden. «Während die Teams an den Produktionslinien eine entscheidende Rolle in der operativen Umsetzung spielen, sind alle unterstützenden Funktionen genauso wichtig, damit alles reibungslos funktioniert», erklärt sie. Ihr Rat: neugierig bleiben, weiterlernen und Komplexität nicht scheuen. Denn in einem Umfeld, in dem Wissenschaft auf Verantwortung trifft, ist Zusammenarbeit letztlich der Schlüssel, der ambitionierte Ziele in echte Wirkung verwandelt.