Dr. Michael Staudigl

Medical Director | Immunology & Fibrosis, Dermatology and Rheumatology

Gemeinsam geben wir bei Bristol Myers Squibb unser Bestes, um das Leben von Patient:innen durch Forschung und Wissenschaft zu verbessern. Dafür leisten zahlreiche Kolleg:innen in Deutschland in unterschiedlichsten Bereichen tagtäglich einen wichtigen Beitrag. An dieser Stelle stellen wir einige von ihnen vor und sie teilen, was sie bei ihrer Arbeit antreibt.

„Forschung heißt für mich, den medizinischen Fortschritt voranzutreiben und innovative Lösungen im Sinne der Patient:innen zu entwickeln.“

„Ich kann hier das machen, was mir schon in der Klinik am meisten Spaß gemacht hat“, so beschreibt Dr. Michael Staudigl seine Rolle bei Bristol Myers Squibb. Der approbierte Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde wechselte 2017 vom Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in das forschende Pharmaunternehmen und ist dort inzwischen als medizinischer Direktor für den Bereich der Dermatologie und Rheumatologie zuständig. Durch seine vorherigen Erfahrungen im direkten Umgang mit Patient:innen und in der wissenschaftlichen Arbeit kennt er die Herausforderungen in der klinischen Forschung ebenso wie diejenigen in der praktischen Versorgung aus erster Hand.


Das Immunsystem als Schlüssel – Psoriasis im Fokus

Die molekularbiologischen Entstehungsprozesse von Krankheiten und mögliche Behandlungsansätze – dafür begeisterte sich Staudigl schon früh in seiner wissenschaftlichen Karriere. „Das immer bessere Verständnis der Entstehung von Erkrankungen und der Rolle des Immunsystems in diesem Zusammenhang ist der Schlüssel für die wirksame Therapie vieler Krankheitsbilder“, sagt der gebürtige Münchener, der seine Laufbahn bei Bristol Myers Squibb vor sechs Jahren als Medical Manager im Bereich der urologischen Tumore begann. „In der Onkologie aktivieren wir das menschliche Immunsystem, um gegen Krebszellen vorzugehen. Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen regulieren wir das Immunsystem gezielt und reduzieren dadurch potenziell chronische Entzündungsprozesse im Körper.“

Die Anwendung dieses therapeutischen Prinzips über viele immunologische Krankheitsbilder hinweg ist Ausdruck der Pionierarbeit, die Bristol Myers Squibb seit über 20 Jahren bei der Entwicklung präzisionsmedizinischer Lösungen leistet. „Wir konnten sicher mit dazu beitragen, vielen Patient:innen eine bessere Perspektive im Leben mit ihrer Erkrankung zu geben. Doch trotz aller Fortschritte sprechen viele Betroffene oft nicht ausreichend auf verfügbare Behandlungen an. Daher forschen wir bei Bristol Myers Squibb in unserem Unternehmensbereich Immunologie und Fibrose derzeit mit weltweit über 20 klinischen Studienprogrammen intensiv an neuen Medikamenten für rund 20 verschiedene Erkrankungen“, erklärt Staudigl.  

Das gilt beispielsweise für die chronisch-entzündliche Hautkrankheit Psoriasis, oftmals auch „Schuppenflechte“ genannt. In Deutschland sind rund zwei Millionen Menschen betroffen.1 Die Patient:innen leiden häufig nicht nur unter den stark juckenden und schmerzhaften Hautveränderungen, sondern begegnen oft auch einer belastenden Stigmatisierung im privaten wie beruflichen Leben.2 Dennoch erhält selbst bei moderaten bis schweren Formen rund die Hälfte der Patient:innen keine adäquate Therapie und gilt damit als unter- oder fehlversorgt.3 „Mit unserer Forschung an innovativen Behandlungsansätzen möchten wir Patient:innen etwas von dem zurückgeben, was ihnen durch die Erkrankung genommen wurde – die Chance auf einen beschwerdefreieren Alltag bei gesteigerter Lebensqualität“.


„Patient:innen können und wollen nicht warten“ – Forschung braucht günstige Rahmenbedingungen

Doch ob und wie schnell medizinische Innovationen bei den Patient:innen ankommen, hängt auch von den Rahmenbedingungen für die pharmazeutische Forschung ab. Die aktuell rückläufige Tendenz bei klinischen Studien in Deutschland beobachtet Staudigl mit Sorge: „Hier gilt es, dranzubleiben und das Tempo zu erhöhen - Patient:innen können und wollen nicht lange auf neue Behandlungsansätze warten.“ Die Voraussetzungen für Forschung und Versorgung auf höchstem Niveau seien hierzulande vorhanden – gerade mit Blick auf die erstklassige medizinische Expertise.
Das berichtet Staudigl nicht nur aus seiner eigenen Vergangenheit an der Klinik, darin bestätigt ihn auch der Austausch mit Ärztinnen und Ärzten in seiner täglichen Arbeit. Mit diesen diskutiert er an der Schnittstelle von klinischer Entwicklung und Anwendung von Wirkstoffen regelmäßig über neue Studienkonzepte. „Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist sicher eine wichtige Grundlage dafür, dass wir als Unternehmen hierzulande eine führende Rolle bei klinischen Studien in der Immunologie spielen.“


Kooperationen zum Wohle von Patient:innen

Wie wichtig die Bündelung von Expertisen und der gegenseitige Wissenstransfer für die Entwicklung medizinischer Lösungen ist, hat Staudigl schon früh in seiner Karriere erlebt. „Wir hatten an der Universitätsklinik ganz besondere Fälle, bei denen wir gemeinsam mit Kolleg:innen unterschiedlicher Fachrichtungen aus ganz Deutschland viel Nachforschung betrieben und dadurch eine Lösung für die Patient:innen gefunden haben.“ Dieser interdisziplinäre Austausch ist ihm nicht nur in der klinischen Praxis wichtig – Kooperationen und strategische Partnerschaften gelten inzwischen für alle Akteure des Gesundheitswesens als wegweisend.

„Unsere Zusammenarbeit mit Temedica ist ein gelungenes Beispiel, welche Innovationskraft entsteht, wenn die medizinische Expertise eines forschenden Pharmaunternehmens auf die Digital-Health-Kompetenz eines Start-ups trifft.“ Die von Bristol Myers Squibb im Rahmen dieser Kooperation unterstützte Orya-App von Temedica ist eine digitale Lösung, die Betroffene mit Psoriasis beim selbstbestimmten Umgang mit der Erkrankung unterstützen und damit ein datengetriebenes Therapiemanagement ermöglichen soll.4 „Patient:innen werden zum Navigator der eigenen Erkrankung und die erhobenen Daten bieten den Behandler:innen wertvollen Einblick in die individuelle Patient Journey – denn jede:r Einzelne hat seine eigene Geschichte.“

Dieser individuelle Blick auf die Patient:innen und deren Lebensqualität war schon während seiner Zeit als praktizierender Arzt eine Motivation von Staudigl. „Und genau das finde ich in meiner Tätigkeit bei Bristol Myers Squibb wieder. Die Patient:innen stehen im Mittelpunkt unseres Handelns – das gilt für die Entwicklung und Bereitstellung innovativer Medikamente ebenso wie für praktische Lösungen und Unterstützungsangebote.“


Junge Menschen fördern

Der zweifache Vater stammt aus einer Familie von Naturwissenschaftler:innen. „Die Begeisterung für die Wissenschaft wurde mir von meinen Eltern in die Wiege gelegt und hat mich bis jetzt nicht losgelassen.“ In Rückschau seien die Eindrücke in der Pädiatrie dabei besonders prägend für seine weitere Laufbahn gewesen. „Die Entwicklung von so vielen Kindern mitzuerleben und durch ein frühes Einschreiten zum Positiven verändern zu können, das war eine herausfordernde, aber auch sehr spannende und schöne Zeit.“ Gerade im Umgang mit jungen Patient:innen und ihren Eltern sind Empathie, Wertschätzung und Unterstützung besonders gefragt – Kompetenzen, die ihm auch im heutigen Arbeitsleben wichtig sind. Bei Bristol Myers Squibb hat sich Staudigl als Medical Manager für die Weiterentwicklung des Traineeprogramms engagiert und die Betreuung von Mitarbeiter:innen übernommen, die das Programm im medizinischen Bereich durchlaufen haben.


Quellen

1. Augustin M et al. Arch Dermatol Res 2016;308:389-400.
2. Schuster B et al. Qual Life Res. 2022;31(6):1761-1773. doi: 10.1007/s11136-021-02991-2.
3. von Kiedrowski R et al. Empfehlungen für die ambulante Versorgung von Psoriasis vulgaris. Aktualisierter praxisnaher Behandlungspfad. Psoriasis aktuell 2019. Onkoderm e.V.
4. Temedica GmbH, Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA; https://get.orya-app.com/ (letzter Zugriff: Juli 2023).

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