Wrobel

Mitarbeiterprotrait

Roman Wrobel

Senior Medical Science Manager Onkologie

Jeder von uns gibt sein Bestes für das Leben von Patienten. Dafür arbeiten bei Bristol Myers Squibb Deutschland viele Kollegen tagtäglich in den unterschiedlichsten Bereichen. Vielfalt, Einbindung und Chancengleichheit sind dabei feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Denn oftmals ist es nicht der direkte Weg aus dem Marketing- oder Biologie-Studium, der zu einem Job in der Pharmaindustrie führt. Manchmal ist es auch der Quereinstieg nach einem Studium aus einem ganz anderen Bereich, ein spezielles Interesse oder aber ein großer glücklicher Zufall.

Man muss wollen und darf nicht immer nur Schwierigkeiten sehen.

„Natürlich leben wir in besonderen Zeiten, das ist doch keine Frage – gerade in meinem Beruf merkt man das nach wie vor deutlich“, sagt Roman Wrobel. Vor Corona hatte der Senior Medical Science Manager im Bereich Onkologie bei Bristol Myers Squibb in der Regel täglich mehrere Termine in Kliniken oder bei niedergelassenen Ärzten. „Danach geht es wieder nach Hause und es ist Büro angesagt“, erklärt der 54-Jährige. E-Mails müssen beantwortet und Vorträge vorbereiten werden. Im Moment arbeite er Corona-bedingt immer noch viel im Home-Office. „Aber gerade meine Ansprechpartner im medizinischen Bereich wünschen sich zunehmend wieder den persönlichen Kontakt vor Ort.“

Als Senior Medical Science Manager fungiert Roman Wrobel in seinem Gebiet als Ansprechpartner für Experten der Onkologie. Er ist bei Fragen zu den Medikamenten von Bristol Myers Squibb häufig der erste Kontakt und erhält umgekehrt oft wichtige Einblicke in die medizinische Praxis. Hauptsächlich spricht er mit Ärzten an Kliniken über die neuesten Entwicklungen in der Immunonkologie. „Wir tauschen uns zum Beispiel über Studien und Therapiemöglichkeiten aus.“

Gerade im Hinblick auf die immer schnelleren Fortschritte in der Medizin und angesichts der steigenden Komplexität sei vielen Ärzten dieser fachliche Austausch sehr wichtig. Doch die dafür notwendige Zeit werde knapper. Über seine Besuche in den Kliniken hinaus organisiert Roman Wrobel Fortbildungen und hält selbst durchschnittlich rund 60 Vorträge pro Jahr.

Als Bewährungshelfer die Kommunikationsstärke entdeckt

Aufgewachsen ist Roman Wrobel im polnischen Siemanowice Slaskie bei Katowice als Angehöriger einer deutschstämmigen Minderheit. „Für die Polen waren wir Deutsche, für die Deutschen waren wir Polen“, sagt Wrobel, der neben seiner Muttersprache Polnisch auch Deutsch, Russisch, Englisch und Spanisch spricht. Er hat das Abitur mit dem Berufsabschluss als Chemiker gemacht. Doch in der Nähe seiner Heimatstadt gab es damals nur eine Hochschule, an der er Chemie hätte studieren können – und das nur auf Lehramt. „Darauf hatte ich wirklich keine Lust. Aber ich bin flexibel und habe mir gedacht: Du studierst etwas, was breiter angelegt ist. Also habe ich mich für Jura entschieden.“

Zu diesem Zeitpunkt war Wrobel schon verheiratet und hatte eine kleine Tochter. „Ich musste neben dem Studium also ein bisschen Geld verdienen und habe nebenbei als Bewährungshelfer gearbeitet.“ Er habe primär mit Jugendlichen gearbeitet, aber auch da sehe man viele harte Schicksale. „Damals habe ich meine Kommunikationsstärke entdeckt und gemerkt, dass ich sehr gut mit Menschen umgehen kann.“

Von Pott zu Pott: Übersiedlung nach Deutschland

Doch nach vier Semestern Jura ist erstmal Schluss mit dem Studieren: 1988 bekommen Roman Wrobel und seine kleine Familie die Möglichkeit, nach Deutschland überzusiedeln. „Da sind wir im schönen Ruhrpott gelandet.“ Der Ruhrpott sei ein Spiegelbild seiner oberschlesischen Heimat. „Ich war der erste in der Familie, der nicht unter Tage gearbeitet hat“, sagt Wrobel, der lange in Dortmund gelebt hat und seit einigen Jahren in Schwerte wohnt. Zum besagten Spiegelbild gehöre auch die Liebe zum Fußball: Hier wie dort, so Wrobel, brauchten die hart arbeitenden Menschen Abwechslung, die sie zum Teil im Fußball gefunden haben. Er selbst ist seit 20 Jahren Dauerkartenbesitzer in Dortmund und unterstützt den BVB bei Heimspielen mit seiner mittlerweile erwachsenen Tochter von der Südtribüne aus.

Von Chemie zu Jura und zurück

Nach der Übersiedlung entscheidet sich Wrobel, doch wieder Chemie zu studieren. Die im Chemie-Studium gefragten naturwissenschaftlichen Fakten erschlössen sich trotz sprachlicher Barrieren leichter als die Gesetzestexte im Jurastudium: „Ich habe die Formeln an der Tafel gelesen und wusste sofort, worum es ging.“ Er meistert die Herausforderung und promoviert sogar an der Ruhr Universität in Bochum. „Man muss wollen und darf nicht immer nur Schwierigkeiten sehen“, sagt Wrobel, der sich selbst als Optimist bezeichnet.

Allerdings waren die Berufsaussichten für Chemiker selbst mit Doktor-Titel Ende der 90er Jahre nicht unbedingt rosig. Nach kurzem Zwischenstopp in der Chemieindustrie liest Wrobel die Stellenausschreibung eines Pharmaunternehmens. „Die suchten Mitarbeiter für den Außendienst. Samstag habe ich die Bewerbung abgeschickt und am Montag wurde ich angerufen und zum Vorstellungsgespräch eingeladen.“ Die folgenden vier Jahre ist er als Pharmareferent im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterwegs. Dann wechselt er und arbeitet bei einem anderen Unternehmen als Klinikreferent.

Im Oktober 2007 folgt der Wechsel zu Bristol Myers Squibb, zunächst im pharmazeutischen Außendienst. Sein Thema damals ist Hepatitis. Nach eineinhalb Jahren wechselt er in die Position des Senior Medical Science Managers in der Onkologie. Seine wissenschaftliche Ausrichtung erleichtere es Wrobel, sich neue Themen anzueignen. Das werde immer wichtiger, weil die medizinische, pharmazeutische Entwicklung schneller voranschreitet und gleichzeitig immer komplexer wird. „Es geht ja nicht nur darum, es selbst zu verstehen, sondern darum, es auch anderen erfolgreich zu vermitteln. Im Bereich Medizin arbeiten bei Bristol Myers Squibb daher viele promovierte Kollegen.“

Erfolgsgeschichte Immunonkologie

Roman Wrobel ist stolz darauf, die Onkologie bei Bristol Myers Squibb seit mittlerweile gut elfeinhalb Jahren zu begleiten. Speziell die Entwicklung in der Immunonkologie von einem vergleichsweise neuen Therapieansatz hin zu einer erfolgreichen und etablierten Therapieoption sei selbst für viele Experten vor zehn Jahren oder mehr so nicht vorstellbar gewesen. „Hier haben wir als Unternehmen Pionierarbeit geleistet - auch deshalb freut mich dieser Erfolg besonders.“

Was Wrobel in seinem Beruf am meisten Freude bereitet, ist die große Abwechslung. „Es gibt ständig etwas Neues, man muss immer flexibel sein. Außerdem habe ich sehr viel mit Menschen zu tun. Der Job habe auch seine Herausforderungen und setze eine gewisse Gelassenheit voraus. „Es kann schon mal passieren, dass man 150 Kilometer zu einem Termin fährt und erst vor Ort erfährt, dass das Gespräch nicht stattfinden kann“, erklärt Wrobel. „Solche Erfahrungen können vor allem für junge, weniger erfahrene Kollegen eine Herausforderung sein“, so Wrobel, der immer wieder junge Kollegen durch die ersten Monate begleitet. „Ich würde dennoch jedem raten, erstmal Erfahrungen im Außendienst zu sammeln und ein Gespür für den Kontakt mit den Experten zu bekommen, selbst wenn man später eigentlich lieber im Büro arbeiten möchte.“

Roman Wrobel, der Jazz liebt und sich gerne mit Geschichte befasst, braucht die Bewegung – geistig und körperlich. „Ich habe bis Corona immer Handball gespielt. Die letzten Jahre als Kreisläufer beim DJK Oespel-Kley.“ Es werde aber schwieriger mitzuhalten, zumal eine zunehmende Zahl von Gegenspielern erst in diesem Jahrtausend geboren wurde. Er reist zudem gern und viel. Zum Beispiel zur Familie nach Polen, wo er überdies in engem Kontakt zu seinen polnischen Kollegen von Bristol Myers Squibb steht. Ansonsten bevorzugt Roman Wrobel im Urlaub nicht unbedingt typische touristische Ziele, wie er betont, sondern Länder wie Äthiopien, Jemen oder Usbekistan. Bisweilen organisiert er die Trips selbst und reist auch mal gemeinsam mit Kollegen. Nun hofft er, dass in der anstehenden Urlaubssaison die eine oder andere kleine Reise möglich ist – auch in diesen besonderen Zeiten.


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